Bildungsministerin nimmt sich Zeit für die Gesamtschule Scharnhorst

bogLeitartikel

Freie Meinung, Minderheitenschutz, Glaubensfreiheit. Wie selbstverständlich wir diese Güter behandeln, kommt uns im Alltag meist gar nicht in den Sinn. Doch diese Werte gibt es nicht zum Winterschlussverkauf auf dem Wühltisch. Zwischen dem scheinbaren Siegeszug der Idee von der unveräußerlichen Menschenwürde und daraus erwachsenen Menschen- und Bürgerrechten und der weltweiten Realität klafft eine brutale Lücke.

Dabei wird klar: Demokratie ist nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt vom Einsatz und Engagement all jener, die sie in ihren Projekten und Arbeiten aufblühen lassen und so zeigen.

„Es ist eine Form der Wertschätzung und Ehre, wenn die Ministerin Gebauer sich die Zeit nimmt, um unsere Projekte kennenzulernen”, berichtete Emre Görgülü, nachdem dessen Schüler Hüseyin Degirmenci und Souraz Fattah der Bildungsministerin haargenau mit ihren Schulipads von den fünf Vorstößen im Bereich demokratischer Bildung an Gesamtschule Scharnhorst erzählten.

„Wir waren so nervös, bevor die Ministerin zu uns kam. Wir waren ja die einzigen Vertreter aus der schwarz-gelben Stadt”, erzählte Souraz Fattah am nächsten Tag. Die beiden Schüler nahmen darüber hinaus noch an Workshops zum Thema Umgang mit Homo- und Transsexualität und mehreren Sitzungen zum Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen und Schülerinnen des Landes teil.

Auch im nächsten Jahr wird die Gesamtschule Scharnhorst sich wieder für den Preis für außergewöhnliches Demokratisches Engagement bewerben, der seit 30 Jahren durch das Förderprogramm Demokratisch Handeln verliehen wird.

Als mitarbeitende UNESCO-Projektschule ist die Gesamtschule Scharnhorst stolz darauf durch das Förderprogramm gewürdigt zu werden. In diesem Jahr ist die Gesamtschule mit dem Projekt „Scharnhorst grenzenlos“ im Rennen um eine deutschlandweite Auszeichnung zu bekommen.

Über die Projekte wurde schon an dieser Stelle schon berichtet.

Demokratie, Freiheit und Toleranz sind Grundpfeiler unserer Schulkultur und bieten Rassismus keinen Raum am Mackenrothweg 15.

E. Görgülü