Einmal in den Kongo und zurück

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Am letzten Mittwoch im Januar fuhr das neue Fuschl-Team in die Werkstatt Ökumene nach Schüren, mit 3 „alten“ und 9 neuen MitarbeiterInnen, Frau Hortig und Herrn Glöckner-Rohm. Herr Görgülü kam nach seinem Unterricht am Mittag nach.

Angeleitet von der Eine-Welt-Promotorin Jasmin Geisler dachten wir zunächst über „Nachhaltigkeit“ in ihren vielen Aspekten nach. Die konkreten Beispiele, wie man Plastikmüll beim Einkaufen, Waschen, Trinken usw. vermeiden kann, fanden wir sehr interessant. Anschließend gab es dann eine Einführung in verschiedene Beispiele des fairen Handels von Fußbällen bis Schokolade, anhand von Lernstationen, mit denen wir selbständig in Gruppen viel Neues kennenlernen konnten.

Am Nachmittag brachte uns dann Herr Mutombo aus dem Kongo die vielen positiven und negativen Auswirkungen unserer Handynutzung nahe. Er nahm uns mit auf eine Reise in seine Heimat, die Demokratische Republik Kongo in Afrika, in der viele Metalle für die Handyproduktion gewonnen werden.

Dann ging es nach China, in der die meisten Smartphones hergestellt werden.

Wenn wir sie nach dem Gebrauch weggeworfen haben, landen die meisten Handys auf Elektroschrottdeponien in Ghana, wo die Umwelt verpestet wird, wenn die Leute sie dort verbrennen, um die Metalle wiederzugewinnen.

Wir werden uns darum bemühen, an unserer Schule für die „Handyaktion“ zu werben, damit unsere alten Schätzchen nicht in Schubladen vergammeln, sondern einem verantwortbaren Recycling zugeführt werden.

In der Mittagspause näherten wir uns dem Kongo auf ganz andere Weise: Die Frau von Herrn Mutombo kochte mit und für uns ein für den Kongo typisches Essen: Hähnchenkeulen, Cassava-Gemüse, frittierte Kochbananen, Tomatensauce mit gehackten Erdnüssen und Reis und zum Nachtisch gab es leckere tropische Früchte, auch wenn die hier nicht so gut schmecken, wie im Kongo frisch und reif gepflückt.

Für uns alle war es ein intensives Seminar mit vielen neuen Ideen und Anregungen für die Weiterarbeit im Fairen Umweltschulladen.

Text: Günter Glöckner-Rohm 
Fotos: Tanja Hortig