Fragen und Antworten zum Schulübergang

Die Gesamtschule bietet alle Abschlüsse der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums an bis zum Abitur.
Die Gesamtschule diagnostiziert innerhalb der ersten vier Wochen nach der Aufnahme alle Kinder hinsichtlich ihrer sprachlichen Fähigkeiten. Dazu benutzt sie den sogenannten Duisburger Sprachstandstest. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird dann für die Jahrgänge 5, 6 und 7 ein Angebot für alle Schüler erarbeitet und im zusätzlichen Fach Sprache umgesetzt. Hierfür werden die Klassen der Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 derzeit gedrittelt.
Jedes Kind muss mindestens eine Fremdsprache lernen, nämlich Englisch. Es kann darüber hinaus ab der Klasse 6 eine zweite, ab der Klasse 8 eine dritte und ab der Klasse 11 eine vierte Fremdsprache wählen. Die Gesamtschule Scharnhorst bietet als weitere Fremdsprachen Latein, Französisch und Italienisch an.
Die Gesamtschule bietet alle Schulfächer an und jedes Kind kann Schwerpunkte setzen: naturwissenschaftlich-mathematische Fächer, gesellschafts-wissenschaftliche Fächer, künstlerische und musische Fächer, Fächer des Bereichs Wirtschaft und Technik, verschiedene Sportarten.
An der Gesamtschule bleibt kein Kind bis zum Ende der Klasse 9 sitzen. Erst im Übergang in die Klasse 10 findet eine Versetzung statt. Bis dahin fördern wir die Kinder individuell durch ein breites Band von Maßnahmen, im Ganztagsbereich und durch den Unterricht auf unterschiedlichen Leistungsniveaus in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und einer Naturwissenschaft. Man muss also nicht wie beim Sitzenbleiben alle Fächer wiederholen, wenn man in einem Fach schlechte Noten hat.
Kinder lernen unterschiedlich. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie sind unterschiedlich schnell, konzentriert und begabt. Deshalb müssen sie auch unterschiedliche Angebote bekommen, die verschiedene Lernwege zulassen. Wenn wir nach einem gemeinsamen Beginn herausgefunden haben, welche Stärken, Schwächen und Eigenarten vorhanden sind, bilden wir – zunehmend in den Klassen – verschiedene Lerngruppen, d.h., wir differenzieren nach Angebot, Anspruch und Lernweg.
Nein! Alle Kinder bleiben in einer Schule und in einer Klasse. Wenn ein Kind zum Beispiel in Mathematik Probleme hat, dann bekommt es zunächst auch nur in diesem einen Fach ein reduziertes bzw. differenziertes Angebot, nicht in allen Fächern. Da Kinder sich entwickeln, verändern sich mit den Jahren auch ihr Lernverhalten und ihr Lernvermögen. Auch darauf wird mit der Differenzierung Rücksicht genommen. Entscheidend ist: Die Gesamtschule reagiert flexibel auf den jeweils aktuellen Entwicklungs- und Lernstand der Kinder und hält auf diese Weise die Möglichkeit zu besseren Abschlüssen länger offen.
Nein! Gesamtschulen arbeiten in solchen Fällen mit der o.g. Differenzierung. Ihr Kind kann zwischen Grund- und Erweiterungskurs wechseln. Dies geschieht in den Fächern Englisch und Mathematik in den Jahrgangsstufen 7 und 8 bereits innerhalb der Klasse (Innere Differenzierung). In den anderen Jahrgangsstufen bzw. in den Fächern Deutsch und NW werden die Schüler in zwei Lerngruppen aufgeteilt: Grundkurs und Erweiterungskurs (Äußere Differenzierung). Ihr Kind erhält in den schwächeren Fächern somit ein verändertes Lern- und Förderangebot; sollte es seine Leistungen wieder verbessern, geht es in seinen Erweiterungskurs bzw. seine alte Lerngruppe zurück. Jedes Kind, das in die Klasse 5 aufgenommen wird, kann seine Schulzeit auch bei uns beenden.